Du sitzt viel und dein Kreuz meldet sich? Hier findest du fünf einfache Übungen für den unteren Rücken aus dem yesdays-Rückenkurs, eine Idee für die Pause im Büro und das, was die Forschung wirklich über Bewegung bei Kreuzschmerzen sagt.

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Rückengesundheit

Übungen für den unteren Rücken: einfache Routinen für Alltag und Büro

7 Min. Lesezeit · Kim Budelmann · 26.10.2026

Du stehst nach einem langen Arbeitstag vom Schreibtisch auf und spürst es sofort: Der Rücken meldet sich, ganz unten im Kreuz. Vielleicht kennst du das auch nach dem Getränkekisten-Tragen oder einer langen Autofahrt. Gute Nachricht: Du kannst selbst viel tun. Übungen für den unteren Rücken gehören zu den Maßnahmen, die Forschung und Leitlinien klar empfehlen. Hier erfährst du, warum Bewegung so gut passt, welche einfachen Routinen in Büro und Alltag funktionieren und wie du dranbleibst.

Warum der untere Rücken so oft Beschwerden macht

Vielleicht fragst du dich, warum ausgerechnet der untere Rücken so oft zwickt. Damit bist du nicht allein: Kreuzschmerzen sind sehr verbreitet [1]. Eine große Übersichtsarbeit im Fachjournal The Lancet beschreibt sie sogar als weltweit häufigste Ursache für Einschränkungen im Alltag [1].

Das klingt erst einmal nach viel. Dieselbe Arbeit hat aber auch eine beruhigende Seite. Bei fast allen Betroffenen lässt sich keine einzelne, eindeutige Ursache im Körper finden. Ernsthafte Auslöser wie Brüche oder Infektionen stecken nur selten dahinter [1].

Außerdem erholen sich die meisten Menschen nach einer neuen Schmerzphase schnell. Allerdings kommen Kreuzschmerzen häufig wieder [1]. Genau hier setzen regelmäßige Übungen für den unteren Rücken an: Sie können dazu beitragen, neuen Beschwerden vorzubeugen [4].

🔗 Was hinter Schmerzen im unteren Rücken steckt

Sitzen, Heben, Stress: Was wirklich hinter Kreuzschmerzen steckt und was deinem Rücken im Alltag hilft, erklären wir hier: Schmerzen im unteren Rücken: Ursachen im Alltag und was wirklich hilft →

Körper, Psyche und Alltag wirken zusammen

Schmerzen im Kreuz sind selten nur eine Frage von Muskeln oder Haltung. Fachleute beschreiben Rückenschmerzen heute mit dem biopsychosozialen Modell. Das heißt: Körperliche, seelische und soziale Faktoren beeinflussen sich gegenseitig [5].

Ein stressiger Arbeitsalltag oder Sorgen um den Rücken können deshalb ebenfalls mitspielen. So erhöht seelische Belastung laut der Lancet-Übersicht das Risiko, dass Kreuzschmerzen länger anhalten [1]. Auch deine Gedanken über den Schmerz spielen dabei eine wichtige Rolle [1].

Was bedeutet das für dich? Übungen für den unteren Rücken bewegen nicht nur Muskeln und Gelenke. Sie zeigen dir auch: Mein Rücken kann sich bewegen. Dieses Gefühl kann ein wichtiger Schritt sein, um wieder mehr Vertrauen in deinen Körper zu fassen.

🔗 Wie du über deinen Schmerz sprichst, macht einen Unterschied

Die Worte, die du für deine Beschwerden wählst, und deine Einstellung dazu beeinflussen, wie stark du sie empfindest. Das gilt besonders bei wiederkehrenden Rückenschmerzen: Sprache und Rückenschmerzen →

Was die Forschung über Übungen für den unteren Rücken sagt

Wärmekissen, neue Matratze, ein ergonomisches Kissen fürs Büro: Vielleicht hast du schon einiges ausprobiert. Bei Übungen für den unteren Rücken ist die Studienlage dagegen erfreulich klar.

Ein Cochrane-Review hat 249 Studien zur Bewegungstherapie bei anhaltenden Kreuzschmerzen ausgewertet [3]. Das Ergebnis: Gezielte Übungen verringern die Schmerzen wahrscheinlich, verglichen mit keiner Behandlung oder der üblichen Versorgung [3]. Bei Einschränkungen im Alltag zeigte sich ebenfalls ein Vorteil, allerdings ein kleinerer [3].

Und wenn du gerade keine Beschwerden hast? Auch dann lohnt es sich. Für die Vorbeugung gibt es nämlich ebenfalls gute Nachrichten: Bewegung allein oder zusammen mit Wissen über den Rücken kann neuen Rückenschmerzen vorbeugen [4]. Wissen allein reichte dafür dagegen nicht aus [4]. Erst das Tun macht also den Unterschied.

Internationale Leitlinien setzen deshalb ebenfalls auf Aktivität. Sie empfehlen Informationen, die dich im Selbstmanagement stärken, die Rückkehr zu normalen Aktivitäten und Bewegung [2]. Wer regelmäßig Übungen für den unteren Rücken macht, setzt diese Empfehlungen also ganz praktisch um.

✅ Gut zu wissen: Muskelkater ist kein Warnsignal

Unerwünschte Wirkungen waren in den Studien zur Bewegungstherapie meist harmlos, zum Beispiel Muskelkater [3]. Ein leichtes Ziehen am nächsten Tag heißt also meistens nur: Deine Muskeln haben gearbeitet.

Yes! Du brauchst kein Fitnessstudio und keine perfekte Technik. Jede Bewegung, die du heute machst, ist ein Schritt für deinen Rücken.

Deine Routine: 5 Übungen für den unteren Rücken

Du hast ein paar Minuten zwischen Feierabend und Abendessen? Dann reicht das für einen Start. Die folgenden Übungen für den unteren Rücken stammen aus dem yesdays-Rückenkurs und folgen dem Prinzip der Bewegungstherapie, deren Wirksamkeit bei anhaltenden Kreuzschmerzen gut erforscht ist [3].

Die ersten zwei Übungen bringen Bewegung in deine Wirbelsäule, besonders in die Lendenwirbelsäule, also den unteren Abschnitt. Nummer 3 und 4 kräftigen Gesäß und Rumpf. Nummer 5 kannst du direkt am Schreibtisch machen. Welche Kombination für dich passt, ist individuell. Die Wiederholungen sind Richtwerte: Mach so viele, wie es heute geht.

Bei einigen Übungen baust du eine Grundspannung auf. Dafür atmest du kräftig aus und spürst, wie sich die Muskeln seitlich über deinem Becken leicht anspannen. Diese Spannung hilft deinen Muskeln, gut zu arbeiten. Danach atmest du einfach locker weiter.

Wenn deine Schmerzen gerade sehr stark sind, mach die Bewegungen kleiner und langsamer, so, wie es gerade geht. Bewegung ist erlaubt, auch an schlechten Tagen. Ein leichtes Ziehen ist in Ordnung, denn Schmerz bedeutet meistens keinen Schaden.

1. Katze und Kuh: den Rücken rund und lang machen

Übung Katze/Kuh im Vierfüßlerstand: der Rücken wird rund gemacht
Übung „Katze/Kuh“ aus Woche 1 im Präventionskurs Rücken online

Diese Mobilisation bewegt deine ganze Wirbelsäule abwechselnd in die Beugung und in die Streckung und ist ein guter Einstieg in jede Routine. Sie stammt aus Woche 1 im Rückenkurs.

  1. Geh in den Vierfüßlerstand: Hände unter den Schultern, Knie unter den Hüften.
  2. Mach dich beim Ausatmen ganz rund. Die Brustwirbelsäule schiebt Richtung Decke, das Kinn zieht zur Brust. Halte etwa 5 Sekunden.
  3. Beim Einatmen sinkt der Bauchnabel Richtung Boden, das Brustbein hebt sich nach vorn oben und du schaust nach vorn. Dein unterer Rücken darf richtig durchhängen. Halte wieder etwa 5 Sekunden.
  4. Wechsle ruhig im Rhythmus deines Atems zwischen beiden Positionen.

Wiederholungen: etwa 5 Mal. Mach die Bewegung so groß, wie es gerade geht.

2. Drehung in Seitenlage: Bewegung für den unteren Rücken

Rotationsmobilisation in Seitenlage: Knie angewinkelt, oberer Arm zur anderen Seite geöffnet
Übung „Rotationsmobi in SL“ aus Woche 5 im Präventionskurs Rücken online

Diese Mobilisation bringt Drehung in den Übergang von Brust- zu Lendenwirbelsäule und in der Variante bis in den Bereich des Kreuzdarmbeingelenks (ISG). Sie stammt aus Woche 5 im Rückenkurs.

  1. Leg dich auf die rechte Seite, den Kopf auf ein kleines Kissen. Zieh beide Beine leicht an.
  2. Schieb die untere Schulter etwas nach vorn, sodass du auf dem Schulterblatt liegst, und streck beide Arme nach vorn aus.
  3. Führ beim Einatmen den oberen Arm in einem großen Bogen nach hinten und schau deiner Hand hinterher. Halte kurz, etwa 3 Sekunden, und bring den Arm langsam zurück.
  4. Lass die Bewegung von Mal zu Mal ein bisschen weiter werden. Im zweiten Durchgang streckst du das untere Bein: Dann spürst du die Drehung weiter unten.

Wiederholungen: 2 × 10 je Seite. Dreh nur so weit, wie es gerade geht.

3. Brücke: Gesäß und Rücken kräftigen

Bridging in Rückenlage: Becken angehoben, Füße aufgestellt
Übung „Bridging“ aus Woche 4 im Präventionskurs Rücken online

Diese Kräftigungsübung trainiert deine Gesäß-, Bein- und Rückenmuskulatur. Sie stammt aus Woche 4 im Rückenkurs.

  1. Leg dich auf den Rücken, stell die Beine auf und leg die Arme seitlich neben dich.
  2. Heb die Fußspitzen an, drück die Fersen kräftig in den Boden und bau deine Grundspannung auf.
  3. Heb das Gesäß an. Oben spannst du die Gesäßmuskeln noch einmal gezielt an und hältst etwa 3 Sekunden.
  4. Roll dich Wirbel für Wirbel wieder ab und stoppe kurz vor dem Boden. In den nächsten Runden kannst du die Arme Richtung Decke strecken.

Wiederholungen: 3 × 15. Fang mit weniger an, wenn es heute so besser passt.

4. Aktive Fahne: Arm und Bein diagonal strecken

Aktive Fahne im Vierfüßlerstand: ein Arm und das gegenüberliegende Bein gestreckt angehoben
Übung „Aktive Fahne“ aus Woche 3 im Präventionskurs Rücken online

Diese Kräftigungsübung spricht deine tiefe Rumpfmuskulatur und den Schultergürtel an und fordert deine Balance. Sie stammt aus Woche 3 im Rückenkurs.

  1. Geh in den Vierfüßlerstand: Hände unter den Schultern, Knie unter den Hüften.
  2. Streck den rechten Arm nach vorn und das linke Bein nach hinten, bis beide eine Linie mit deinem Oberkörper bilden. Der Daumen zeigt nach oben.
  3. Zieh Arm und Bein noch einmal lang heraus und halte zwei ruhige Atemzüge, etwa 10 Sekunden. Halte dabei eine leichte Spannung im Bauch, statt ins Hohlkreuz zu sinken.
  4. Führ Ellenbogen und Knie unter deinem Körper zusammen und halte etwa 5 Sekunden. Danach streckst du wieder aus.

Wiederholungen: 5 je Seite. Halte so lange, wie es gerade geht, und mach bei Bedarf zwischendurch eine Pause.

5. Drehung im Sitzen: die Übung für den Schreibtisch

Rotation der Brustwirbelsäule im Sitzen auf dem Stuhl, Oberkörper zur Seite gedreht
Übung „Mobi BWS in Rotation (unten)“ aus Woche 6 im Präventionskurs Rücken online

Diese Mobilisation bringt Drehung in den Übergang von Brust- zu Lendenwirbelsäule, eine Bewegung, die im Alltag selten vorkommt. Sie stammt aus Woche 6 im Rückenkurs, in der es um Übungen für zwischendurch im Büro geht.

  1. Setz dich aufrecht auf einen Stuhl und leg die linke Hand an die Außenseite deines rechten Knies.
  2. Dreh deinen Oberkörper beim Ausatmen nach rechts, so weit es angenehm geht.
  3. Halte zwei Atemzüge, etwa 8 Sekunden, und verstärke die Drehung mit der nächsten Ausatmung noch ein wenig. Deine Knie bleiben nebeneinander.
  4. Dreh dich langsam zurück zur Mitte und wechsle danach die Seite.

Wiederholungen: 3 je Seite. Dreh nur so weit, wie es gerade geht.

Übungen für den unteren Rücken im Büro

Du sitzt seit zwei Stunden in Meetings, und dein Kreuz fühlt sich steif an? Dafür brauchst du keine Matte. Auch im Büro lassen sich Übungen für den unteren Rücken gut einbauen: Die Drehung im Sitzen (Übung 5) passt in jede Arbeitspause und fällt kaum auf. Dazu kommen kleine Gewohnheiten, die dich in Bewegung halten.

✓ Mach die Drehung im Sitzen zum Beispiel immer nach einem längeren Termin.

✓ Steh zwischendurch auf und geh ein paar Schritte, etwa zum Wasserholen.

✓ Telefonate im Gehen führen und für kurze Wege die Treppe nehmen.

✓ Immer wieder die Position wechseln, zum Beispiel bei jedem neuen Termin.

Aus der Praxis wissen wir: Viele spüren ihren Rücken vor allem dann, wenn sie lange in derselben Position verharren. Das Sitzen an sich ist dabei nicht das Problem. Deshalb zählt jede kleine Unterbrechung.

Drei Mythen über Rücken und Bewegung

Rund um den Rücken kursieren viele gut gemeinte Ratschläge. Einige davon können dich allerdings eher ausbremsen. Drei davon schauen wir uns genauer an.

Mythos 1: „Bei Rückenschmerzen solltest du dich schonen.“ Viele legen sich bei Kreuzschmerzen erst einmal hin. Das ist verständlich. Trotzdem gehört Ruhe laut einer Lancet-Übersicht zu den Maßnahmen, die weltweit zu häufig eingesetzt werden [2]. Empfohlen wird stattdessen, aktiv zu bleiben und zu normalen Aktivitäten zurückzukehren [2]. Bleib also in Bewegung, so gut es gerade geht.

Mythos 2: „Ein Stützgürtel schützt den Rücken.“ Das klingt logisch, hält dem Blick in die Forschung aber nicht stand. Rückengürtel beugten neuen Rückenschmerzen nicht vor, Schuheinlagen ebenso wenig [4]. Übungen für den unteren Rücken sind dagegen eine Maßnahme, die vorbeugend wirken kann [4].

Mythos 3: „Wenn es wehtut, ist etwas kaputt.“ Schmerz ist ein Signal deines Körpers, aber kein Schadensbericht. Bei fast allen Menschen mit Kreuzschmerzen lässt sich keine eindeutige körperliche Ursache finden [1]. Deshalb empfehlen Leitlinien auch, mit bildgebenden Untersuchungen wie Röntgen oder MRT zurückhaltend umzugehen [2].

Genau diese Mythen und die Frage, welche Rolle die Körperhaltung wirklich spielt, schauen wir uns übrigens in Woche 7 des Rückenkurses genauer an.

Wie oft üben? So bleibst du dran

Du hast motiviert angefangen, und nach einer Woche liegt die Matte wieder im Schrank? Das kennen viele. Gute Nachricht: Damit Übungen für den unteren Rücken Teil deines Alltags werden, brauchst du keinen strengen Trainingsplan.

Viele kommen mit wenigen Minuten an mehreren Tagen pro Woche gut zurecht. Wichtiger als die perfekte Dauer ist, dass du regelmäßig dabeibleibst. Fang klein an und mach Schritt für Schritt wieder mehr.

✓ Kopple die Übungen an feste Gewohnheiten, etwa an das Zähneputzen am Abend.

✓ Leg die Matte sichtbar hin, dann erinnert sie dich von selbst.

✓ Starte mit zwei oder drei Übungen statt mit allen fünf.

✓ Notiere dir, welche Übungen dir Spaß machen, und bleib bei ihnen.

✓ Bewegung im Alltag zählt mit: Spaziergang, Radfahren, Treppe.

Aus unserer Erfahrung wächst mit jeder Einheit auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Und genau dieses Vertrauen macht es leichter, langfristig am Ball zu bleiben.

🔗 Zurück in Bewegung kommen

Nach einer Schmerzphase fällt der Wiedereinstieg oft schwerer als gedacht. Dabei ist genau er der wichtige Schritt. So gelingt er: Wiedereinstieg ins Training: 5 Tipps →

Meistens stecken hinter Kreuzschmerzen keine ernsthaften Erkrankungen [1]. Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.

⚠️ Wann du ärztlichen Rat holen solltest

• Taubheitsgefühl oder Kraftverlust in einem oder beiden Beinen

• Probleme beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang, Taubheit im Genital- oder Gesäßbereich

• Fieber, starkes Krankheitsgefühl oder ungewollter Gewichtsverlust

• Schmerzen nach einem Sturz oder Unfall

• Beschwerden, die über Wochen nicht besser werden

Diese Liste ersetzt keine ärztliche Abklärung. Im Zweifel sprich deine Beschwerden in der Hausarztpraxis an.

Dranbleiben fällt leichter mit einem Plan

Im zertifizierten Präventionskurs Rücken online widmen wir uns in Woche 8 den Empfehlungen der Leitlinien und machen daraus konkrete Tipps für deinen Alltag. Mit Übungen und Wissen, die du sofort einbauen kannst, Schritt für Schritt über acht Wochen.

Mehr über den Rückenkurs erfahren →

Häufige Fragen zu Übungen für den unteren Rücken

Welche Übungen helfen bei Kreuzschmerzen am besten?

Entscheidend ist vor allem, dass du dich regelmäßig bewegst. Bewegungstherapie insgesamt ist bei anhaltenden Kreuzschmerzen gut erforscht. Wähle deshalb Übungen, die dir Spaß machen und in deinen Alltag passen.

Darf ich mit Rückenschmerzen trainieren?

Ja, Bewegung ist erlaubt. Leitlinien empfehlen, aktiv zu bleiben und zu normalen Aktivitäten zurückzukehren. Wenn deine Schmerzen gerade sehr stark sind, beweg dich so, wie es gerade geht, und mach Schritt für Schritt wieder mehr. Bei Warnzeichen wie Taubheit oder Kraftverlust in den Beinen lass dich ärztlich untersuchen.

Wie oft sollte ich Übungen für den unteren Rücken machen?

Regelmäßigkeit zählt mehr als Dauer. Wenige Minuten an mehreren Tagen pro Woche sind ein guter Start. Kopple die Übungen an feste Gewohnheiten, dann bleibst du leichter dran.

Kann ich Rückenschmerzen mit Übungen vorbeugen?

Eine Meta-Analyse zeigt, dass Bewegung allein oder zusammen mit Wissen über den Rücken neuen Rückenschmerzen vorbeugen kann. Wissen allein, Rückengürtel oder Schuheinlagen zeigten dagegen keinen schützenden Effekt.

Ist Muskelkater nach den Übungen schlimm?

Nein. In Studien zur Bewegungstherapie waren unerwünschte Wirkungen meist harmlos, zum Beispiel Muskelkater. Ein leichtes Ziehen am nächsten Tag zeigt meistens nur, dass deine Muskeln gearbeitet haben.

Fazit: Dein Rücken mag Bewegung

Übungen für den unteren Rücken gehören zu den am besten untersuchten Wegen, um Kreuzschmerzen zu verringern und ihnen vorzubeugen [3][4]. Du brauchst dafür weder Geräte noch viel Zeit. Wichtig ist nur, dass du anfängst und dranbleibst.

Such dir deshalb heute zwei Übungen aus dieser Routine aus und probier sie aus. Bleib aktiv, so gut es gerade geht. Dein Rücken darf sich bewegen, und du kannst selbst viel für ihn tun.

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Über die Autorin

Kim Budelmann

Physiotherapeutin · Manualtherapeutin · Gesundheitswissenschaftlerin (M.Sc.)

Kim Budelmann ist Physiotherapeutin, Manualtherapeutin und Gesundheitswissenschaftlerin (M.Sc.). Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren wissenschaftlich und praktisch mit Nacken-, Kopf- und Rückenschmerzen und ist Autorin mehrerer Fachpublikationen zu Beschwerden der Halswirbelsäule und des Kopfbereichs.

Die Inhalte dieses Artikels basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie klinischer Erfahrung aus Therapie, Forschung und Prävention.

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Literaturverzeichnis

[1] Hartvigsen J et al. (2018). What low back pain is and why we need to pay attention. Lancet, 391(10137), 2356-2367. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29573870/

[2] Foster NE et al. (2018). Prevention and treatment of low back pain: evidence, challenges, and promising directions. Lancet, 391(10137), 2368-2383. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29573872/

[3] Hayden JA et al. (2021). Exercise therapy for chronic low back pain. Cochrane Database of Systematic Reviews, 9(9), CD009790. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34580864/

[4] Steffens D et al. (2016). Prevention of Low Back Pain: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Internal Medicine, 176(2), 199-208. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26752509/

[5] Knezevic NN et al. (2021). Low back pain. Lancet, 398(10294), 78-92. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34115979/