Unter Stress reagiert dein Körper fast automatisch: Die Schultern gehen hoch, die Zähne beißen fester zusammen, die Atmung wird flacher. Untersuchungen zeigen, dass erlebter Stress bei der Arbeit mit anhaltender Muskelaktivität im Schulter-Nacken-Bereich einhergeht.[1]
Das Gute daran: Diese Reaktionen lassen sich bewusst umkehren. Die S3-Leitlinie zu Nackenschmerzen nennt Entspannungsverfahren als hilfreichen Baustein.[2]
1. Schultern sinken lassen
Zieh die Schultern einmal kurz bewusst hoch Richtung Ohren und lass sie dann schwer nach unten sinken.
2. Kiefer lockern
Prüf, ob deine Zähne aufeinanderliegen. Lass sie leicht auseinander, die Lippen bleiben geschlossen. Die Zunge ruht locker hinter den oberen Schneidezähnen.
3. In den Bauch atmen
Leg eine Hand auf den Bauch. Atme langsam durch die Nase ein, sodass sich der Bauch hebt, und atme ruhig wieder aus. Wiederhole das ein paar Mal.
Mehrmals am Tag
Diese drei Schritte wirken am besten, wenn du sie regelmäßig machst, nicht erst bei starker Anspannung. Probier zum Beispiel jede volle Stunde oder vor jedem Meeting. Wie Stress und Nacken zusammenhängen, liest du im Artikel Nackenschmerzen und Psyche.
Quellen
- Larsman P, Thorn S, Søgaard K et al. (2013): Work-related perceived stress and muscle activity – stress-induced sustained muscular activation. Int Arch Occup Environ Health, 86(1), 57–63. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22327878
- DEGAM (2025): S3-Leitlinie „Nicht-spezifische Nackenschmerzen“, AWMF-Nr. 053-007. register.awmf.org/de/leitlinien/detail/053-007
Hinweis: Dieser Artikel gibt allgemeine Gesundheitsinformationen wieder und ersetzt keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich bitte an eine Fachperson.
