Bei Verspannungen: Wärme
Eine Wärmflasche, ein Wärmepflaster oder ein warmes Bad können die Muskulatur entspannen und die Durchblutung fördern. Die S3-Leitlinie zu Nackenschmerzen nennt lokale Wärme als mögliche Ergänzung.[1] Wärme ersetzt keine Bewegung, kann aber ein guter Einstieg sein, zum Beispiel vor ein paar lockernden Übungen.
Bei Hitzekopfschmerz: Kühle
An heißen Tagen ist es anders. Ein kühles, feuchtes Tuch im Nacken oder auf der Stirn, ein schattiger Platz und ausreichend Trinken können bei Hitzebelastung entlasten. Flüssigkeitsmangel kann Kopfschmerzen begünstigen.[2]
Im Sommer: Zugluft vermeiden
Draußen 32 Grad, im Büro 21: Kommt dann noch ein kalter Luftstrom auf Nacken oder Schultern, ziehen viele unbewusst die Schultern hoch. Drei Dinge helfen:
- Lenk den Luftstrom von Klimaanlage oder Ventilator weg von Kopf, Nacken und Rücken.
- Leg dir im klimatisierten Raum ein leichtes Tuch über die Schultern.
- Halte den Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen klein. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin nennt rund 6 Grad als bewährten Wert.[3]
Wann du abklären lassen solltest
Wenn Beschwerden nach einem Unfall auftreten, Arme oder Hände taub werden oder sich nach 4 bis 6 Wochen nichts bessert, lass das ärztlich abklären. Mehr dazu im Artikel S3-Leitlinie Nackenschmerzen 2025.
Quellen
- DEGAM (2025): S3-Leitlinie „Nicht-spezifische Nackenschmerzen“, AWMF-Nr. 053-007. register.awmf.org/de/leitlinien/detail/053-007
- IQWiG / gesundheitsinformation.de: Flüssigkeitsmangel (Dehydration). www.gesundheitsinformation.de/fluessigkeitsmangel-dehydration.html
- Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): Klima am Arbeitsplatz – Sommertipps. www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung/Physikalische-Faktoren/Klima-am-Arbeitsplatz/Sommertipps
Hinweis: Dieser Artikel gibt allgemeine Gesundheitsinformationen wieder und ersetzt keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich bitte an eine Fachperson.
